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Kapstadt

„Mothercity“ nennen die Einwohner ihr Kapstadt: Ob das nun bewundernd oder spöttisch gemeint ist (weil hier alles neun Monate dauert), darüber scheiden sich die Geister. Wahr ist, dass man Stress und Hektik in „Capetown“ kaum erleben wird. Allein die blendend weißen Strände sind Grund genug, sich auf den Takt der fröhlichen Metropole am Kap einzulassen, frei nach dem Motto: einfach treiben lassen!

Must see

Tafelberg. Kein Kapstadt-Besuch ist vollkommen ohne einen Trip auf den 1086 Meter hohen Tafelberg. Der Ausblick ist so atemraubend wie der Aufstieg. Verschiedene Routen führen auf den Gipfel, von leicht bis sehr schwer (für Kletterer). Eine der beliebtesten Strecken (zirka fünf Stunden) beginntam Nationalen Botanischen Garten von Kirstenbosch. Nur sieben Minuten braucht eine Seilbahn. Schönes Extra: rotierende Gondeln für den 360-Grad-Rundumblick!
Lower Cable Station, Tafelberg Road,
Tel. 0027 21 424 81 81, www.tablemountain.net
Clifton. Filmteams und Modefotografen aus aller Welt schätzen den Nobelvorort mit seinen Strandkulissen inmitten gewaltiger Granitblöcke. Ein Spielplatz der Millionäre und Treffpunkt internationaler Models und Sternchen, perfekt für Zaungäste zum Gucken und Strandvergnügen jeder Art.
Bo-Kaap. Zwischen der Buitengracht-Straße bis zum Signal Hill erstreckt sich das putzige Bo-Kaap-Viertel. Pastellfarbige Häuser schmiegen sich an kleine Cafés, in denen die Zeit stehengeblieben scheint, enge Gassen mit Kopfsteinpflaster winden sich steil bergauf. In der Wale Street duftet es wie im orientalischen Märchen, kein Wunder, hat hier doch Atlas Trading seinen Sitz, ein Laden, der Gewürze aus aller Welt verkauft. Der älteste Stadtteil Kapstadts wurde seit 1780 von asiatischen Sklaven und Gefangenen bewohnt, deswegen nennt man ihn auch das „Malay Quarter“.
Atlas Trading, 94 Wale Street, Tel. 0027 21 423 43 61

Museen/Kunst

Michael Stevenson Contemporary. Dass Südafrikas Kunstzene boomt, sieht man in der Michael-Stevenson-Galerie. Sie gilt als die Topgalerie Südafrikas für Fotokunst bis Bildhauerei.
Buchanan Building, 160 Sir Lowry Road, Tel. 0027 21 462 15 00, www.michaelstevenson.com
Gold of Africa Museum. Im ehemaligen Pfarrhaus ist alles aus Gold, was glänzt: vom Schuhwerk über Fliegenwedel bis zu Schmuck und Masken. www.goldofafrica.com. Das Restaurant im Haus verführt zu Springbock oder Straußenfilet.
96 Strand Street, Tel. 0027 21 421 46 53, www.goldrestaurant.co.za

Bars/Clubs

Baraza Groove Bar. Die älteste Strandbar von Camps Bay, heute so hip wie einst. Zu kleinen Snacks bestellt man als Sundowner am besten einen Strawberry Mojito und schaut auf das Meer. Dazu wird Funk & House aufgelegt, hier wippte auch schon Jennifer Lopez mit.
Camps Bay, The Promenade, Victoria Road, Tel. 0027 21 438 17 58, www.baraza.co.za

Shoppen

Old Biscuit Mill. In der ehemaligen Keksfabrik im Kreativenviertel Woodstock ist vor allem samstags rund um die Uhr Rushhour. Grund ist der berühmte Farmer- und Designmarkt „Neibourghs Goods Market“. Im trendigen Komplex schießen immer mehr Cafés, Designshops und kleine, schräge Galerien wie Pilze aus dem Boden.
373–375 Albert Road, Tel. 0027 21 448 14 38, www.theoldbiscuitmill.co.za

Restaurants

Haiku. Neben Sushi, Sashimi und Meeresfrüchte-Tapas gibt’s im glänzenden Interieur des Szenelokals auch knusprige Ente, ungewöhnlich und schick auf dem Teller angerichtet.
33 Church Street, Tel. 0027 21 424 70 00, www.bukhara.com/haiku
The Tank. Mitten im Cape Quarter – sehr cool, sehr trendy, beliebt besonders zur Lunchzeit. Gespeist werden leckere Fischhäppchen an der Hightech-Sushibar mit Blick auf ein leuchtendes Fischbassin – oder open air unter weißen Sonnenschirmen.
72 Waterkant Street, Tel. 0027 21 419 00 07, www.the-tank.co.za

Sport

Joggen. Die beliebteste Joggingstrecke führt direkt am Meer entlang: die sechs Kilometer lange Promenade ab Sea Point bis zum Mouille Point Lighthouse. Hier ist auch Skaten, Walken, Biken und Bummeln erlaubt.
Company's Garden. Mittags steuern die Kapstädter ihren Lieblingspark im Herzen der Stadt an, um im Schatten exotischer Bäume ihr Päuschen zu verbringen – oder den ehemaligen Gemüsegarten laufend zu durchqueren. Die Strecke bietet viel Abwechslung: Lokale Künstler bieten an bunten Ständen ihre Accessoires an, Restaurants und Cafés gibt’s auch genug.
Schwimmen. Wem der Atlantik zu kalt zum Schwimmen ist, der taucht einfach in den Meerwasser-Pool von Sea Point. Die olympischen Ausmaße (50 Meter lang) und der Blick auf den Ozean spornen jeden Ausdauerschwimmer an. Morgens und werktags um die Mittagszeit ist es am leersten. Geöffnet ab 7.30 Uhr (Mitte April bis Mitte Oktober), in der Sommerzeit ab 7 Uhr morgens.
Sea Point Pool, 50 Beach Road, www.capeswim.com/seapointpool.htm

Johannesburg

Überall in Johannesburg prangt auf Riesenpostern immer wieder der WM-Slogan „Ke Nako“ – „Es ist an der Zeit!“. Tatsächlich ist es Zeit, einen neuen Blick auf Johannesburg zu werfen, dachte man doch bei der größten Stadt Südafrikas lange an Kriminalität, Rückstand und Armut. Doch die ehemalige Goldgräberstadt entwickelte sich in rasantem Tempo zur Finanzmetropole mit den breitesten Straßen und den höchsten Wolkenkratzern des Landes. Das Leben ist schnell, der Wunsch nach Reichtum groß – das spürt man in den funkelnagelneuen Shopping-Malls und im regenbogenbunten Nachtleben, das oft bis in den nächsten Morgen hinein brummt und brodelt.

Must see

Carlton Centre. Nix für Höhenängstliche! Der Blick von der Aussichtsplattform „The Top of Africa“ kann Besucher berauschen. Aus 223 Metern Höhe, vom 50. Stock des höchsten Gebäudes Afrikas, sehen die Straßenschluchten aus wie die von Manhattan.
152 Commissioner Street, Tel. 0027 11 308 13 31

Soweto. Einen besonders authentischen Eindruck vom Wandel der Stadt gewinnt man während einer Township-Tour durch Soweto. Früher ein reines Elendsviertel, wachsen hier heute Villen, Hotels und sogar eine Shoppingmall aus dem Boden. Vor den 150 Fußballplätzen, 400 Märkten und unzähligen Wellbechhütten ohne Strom und Wasser (die es immer noch gibt) brausen Harleys und Porsches vorbei – der neue Mittelstand der Stadt zeigt, was er hat. Der Besuch lohnt sich auch wegen der weltweit einzigen Straße, in der gleich zwei Nobelpreisträger wohnten: In der Ngakane Street steht das zum Museum umgestaltete Haus von Nelson Mandela, und nicht weit weg davon lebte der Bischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Geführte Township-Touren bei: Jimmy’s Face-to-Face Tours, Tel. 0027 11 331 61 09, www.face2face.co.za;
JMT Tours, Tel. 0027 11 980 60 38, www.jmttours.co.za, www.soweto.co.za

Shoppen

Konsum als Lebenseinstellung. Typisch für Johannesburg sind die vielen ultramodernen Malls. Zu den beliebtesten zählen The Zone in Rosebank, Sandton City und Sandton Square, Fourways Mall und Eastgate.

Maponya Mall. Ein „Statement für Soweto“ des Unternehmers Richard Maponya. Der 2007 von Nelson Mandela eröffnete Bau ist das allererste Shoppingcenter in einer Township – und nebenbei auch ein architektonisches Meisterwerk.
Soweto, Old Potchefstroom Road, Tel. 0027 11 938 44 48

African Craft Market. Floh- und Souvenirmarkt auf zwei Etagen mit fairen Preisen in der Rosebank Mall, Craddock Avenue Ecke Baker Street. Sonntags „Rooftop-Market“ auf dem Dach, mit Straßenmusik und Imbissbuden satt.
Täglich 9–18 Uhr, Tel. 0027 11 788 55 30, www.themallofrosebank.co.za

David Kruts Arts Resource. Wunderbar zum Stöbern eignet sich dieser helle Bookstore mit seiner imposanten Auswahl an Kunstbüchern und -drucken der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Südafrikas.
140 Jan Smuts Avenue

Restaurants

Gramadoelas. Die Liste seiner prominenten Gäste reicht von David Bowie über Catherine Deneuve bis Bill Clinton. Selbst Königin Elisabeth I. soll hier schon Gin Tonic genossen haben. Das auf afrikanische Gerichte spezialisierte Restaurant verzückt auch normalsterbliche Gäste – während der WM rund um die Uhr.
At the Market Theatre, Bree Street, Tel. 0027 11 838 69 60, www.gramadoelas.co.za

Kunst/Museen

Goodman Gallery. Genießt Weltruf in Sachen Fotografie, Collagen, Gemälde. Spezialisiert auf afrikanische Künstler.
Parkwood, 163 Jan Smuts Avenue, Tel. 0027 11 788 1113, www.goodman-gallery.com

Ausgehen

Roka Lounge. Herrlich relaxtes Jazzlokal, wo jeden Mittwoch vibrierender Live-Jazz geboten wird. An allen anderen Abenden wechselndes Programm für jedes Alter und jede Hautfarbe.
Milpark, 44 Stanley Avenue, Tel. 0027 11 482 20 38, www.rokalounge.co.za

Sport

Joggen. Vogelgezwitscher mitten in der Stadt: Gerade mal 15 Minuten vom Zentrum entfernt, kann man im Zoo Lake Johannesburg seine Picknickdecke ausschütteln, Bowlern zuschauen oder ein paar Runden um den See drehen. Der Park ist speziell am Wochenende sehr beliebt und wird von Joggern, Spaziergängern und Skatern gestürmt. Ein Rundgang im Schlenderschritt um den See dauert etwa anderthalb Stunden.
Parkview, Kreuzung Jan Smuts Avenue und Westwold Way
Emmarentia Dam & Botanischer Garten. Ebenfalls ein Ort zum Luftholen: Der Stausee und seine Umgebung sind ideal zum Schwimmen, Kanufahren, Picknicken, Radeln und Joggen. Am westlichen Ufer des Damms beginnt der 148 Hektar große Botanische Garten mit uralten Bäumen und einem terrassenförmigen Rosengarten. Picknick und Braais (Grillen) sind an den dafür vorgesehenen Orten erlaubt. Öffnungszeiten: täglich von Sonnenauf bis Sonnenuntergang.
Emmarentia, Olifants Road
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